über peng!

vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann

(wind sand und sterne – antoine de saint exupéry)

perfect . imperfect

wabisabi bewegung

minimalistisch

die formen werden nicht konventionell verwendet/gegossen, dadurch entsteht eine eigendynamik der elemente … raumtemperatur, feuchtigkeit in der luft, schnelleres oder langsameres trocknen/schwinden .. dadurch ein ewig und immer neues empfinden und erspüren beim weiterverarbeiten… wie weit kann ich mit dem material gehen … ? bevor es“knack” macht… 

beim retuschieren – die linienfindung — punkt linie fläche raum… all.übergreifend … ATMEN

INNEHALTEN – RUHE BEWAHREN!!!

ein bisschen dem stück ausgeliefert zu sein, es aber doch bezwingen und in sanfte schranken zu weisen … reinhören und rausholen … poetik pur – dreidimensional … 

poetik dreidimensional

schließen der augen

keep it simple … entpannung … atmen… 

serielle einzelstücke … jedes für sich ein unikat 

unzählige male in händen und besonders geformt und nicht verbogen 

individuell wie der benutzer 

minimalitische schönheit

vollkommen in der unvollkommenheit des kreises …

vollkommen in der linie die spannung in dem auge des betrachters aufbaut…

die liebe und faszination des unvorhersehbaren macht sich mit porzellan, der diva unter den keramischen massen, perfekt

nicht exakt planbar, wild, stur – eigene struktur 

ganz wie ich selbst – so darf es sein…

beim retuschieren die richtige mischung zu finden, ein schwieriges thema, sehr individuell und trendbehaftet … schlimm finde ich etwas tot zu retuschieren – das ist wie ein zu starker weichzeichen filter … ich mag wenn das porzellanobjekt noch seine eigenen “ecken und kanten” haben darf… das macht es ja letztendlich aus… 

manchmal verliert man sich in einem teilstück, einer kurve … und meint, dass diese besonders schön sein muss … für diesen kleinen abschnitt mag es stimmen, aber es fällt aus dem kontext zum großem ganzen … dem kompletten stück… 

teilstücke müssen in sich nicht perfekt sein .. das gesamtbild muss es sein … stimmig und dem auge zugetan … den händen muss es gefallen … sich anschmiegen und sich wohlwollend und gurrend und schnurrend in die hände legen – an den lippen kosten

in meinem bildhauerstudium hatten wir eine korrektur in der klasse … wir mussten eine figur nach aktmodel modellieren … der erste war fertig – wir kamen zusammen um die figur zu besprechen und mir fiel auf, dass der ellbogen zur schulter einen viiiel zu großen abstand hatte … und es gab noch ein paar andere macken im selben ausmaß … ich kritisierte es und mein lehrer meinte dann , dass diese figur perfekt ist, weil sie im gesamtbild ein so stimmiges bild abgibt .. und in sich so ruht und eins ist… 

und es stimmte … wenn man sich darauf einließ, dann waren die kleinen vermeintlichen unstimmigkeiten nebensächlich – vielleicht brauchte die figur diese auch um so wunderbar hamonisch zu sein… 

um mehr spannung im auge aufzubauen… ein kribbeln/prickeln zu erzeugen

meine figur hatte wunderbare “szenen” am körper … hüfte und schulter besonders, aber es wirkte aneinandergestückelt … ich habe mich  verloren in der hüfte und nochmals in der schulter und nicht auf das gesamtbild geachtet  … es glich mehr einer collage – könnte man sagen …

damals hab ich angefangen zu verstehen 

und dies führe ich heute noch weiter…

das ganze muss stimmig sein… 

und es ist auch eine persönliche empfindung 

es prickelt – ich spüre wenn es gut ist… 

ob das die auslagengestaltung ist, oder beim retuschieren der gefäße